Unterstützung für den Aufbau einer Datenbank über die württembergischen Schulmeister gesucht!

Die Schulmeister bilden unter den Ahnen eine interessante, aber unter Umständen schwierig zu fassende Gruppe. Da die Schulmeisterstellen häufig nicht gut bezahlt waren, wechselte der Schulmeister, sobald an einem anderen Ort eine besser bezahlte Stelle freiwurde, genauso häufig den Dienstort. Dieser Stellenwechsel ist selten in den Kirchenbüchern notiert, hatte der Schulmeister zudem an einem anderen Ort geheiratet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man bei seiner Ahnenforschung hier an einen toten Punkt gelangt. Auf der anderen Seite sind an manchen Orten aber auch richtige "Schulmeisterdynastien" anzutreffen, in denen das Schulmeisteramt schon seit etlichen Generationen vom Vater auf den Sohn übertragen wurden.
Abhilfe bei der Überwindung der toten Punkte schaffen die Protokolle über die meist einmal jährlich vom Dekan durchgeführten Visitationen. Diese "Visitationsprotokolle" sind als Synodusprotokolle im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart und als Kirchenvisitationsakten im Hauptstaatsarchiv Stuttgart überliefert. Außerdem können weitere Visitationsprotokolle in den Dekanatsarchiven zu finden sein.
In den Visitationsprotokollen sind nicht nur Angaben zum Namen, Alter und Dienstzeit eines Schulmeisters zu finden, sondern auch zu seiner Herkunft, der Zahl der eigenen Kinder und welche anderen Ämter er innehatte oder welchen Beruf er ausübte. Daneben finden sich Angaben zu Anzahl der Schüler, dem zeitlichen Umfang des Unterrichts und zum Ort der Schule. Was die Visitationsprotokolle aber aus genealogischer Sicht besonders interessant macht, sind die Beurteilungen des Schulmeisters durch den Pfarrer, die Gemeinde und den Dekan. Dadurch sind die Visitationsprotokolle nicht nur eine hilfreiche, sondern eine höchst interessante Quelle.
Die Synodusprotokolle sind meist Abschriften der Abschnitte zu Pfarrer und Schulmeister in den Kirchenvisitationsakten, die Kirchenvisitationsakten enthalten aber weitere Angaben zu den Schulmeistern sowie zu den örtlichen Beamten und Amtsleuten, Mesnern und Hebammen. Kirchenvisitationsakten und Synodusprotokolle sind unterschiedlich überliefert, ein ungefährer Überblick ist hier zu finden. Weitere Informationen sind auch dem Beitrag zum Schulmeister auf dem Blog von Württembergische Kirchengeschichte Online zu finden.

In der Datenbank über die württembergischen Schulmeister sollen sämtliche Angaben zu den Schulmeistern aus den Visitationsprotokollen erfasst, die einzelnen Schulmeister identifiziert und die Angaben zu ihnen durch weitere Informationen aus den Kirchenbüchern ergänzt werden. Da die Überlieferung der Visitationsprotokolle im 16. Jahrhundert beginnt und noch ins 19. Jahrhundert hinein reicht und außerdem die Zahl der württembergischen Orte doch sehr umfangreich ist, würde der Aufbau der Datenbank einige Jahre in Anspruch nehmen, weshalb aus der Datenbank in regelmäßigen, überschaubaren Abständen Datensätze exportiert und online gestellt werden sollen.

Um zu zeigen, welche Informationen aus den Visitationsprotokollen entnommen werden können und wie daraus ein mit weiteren Informationen angereicherter Datensatz aussehen könnte, habe ich die Einträge zu meinem Vorfahren Johann Georg Rosenfelder zusammengestellt.

Wenn ich Ihr Interesse an meiner Idee wecken konnte und Sie sich mit mir darüber und einer mögliche Unterstützung unterhalten wollen, würde es mich freuen, wenn Sie mit mir in Kontakt treten würden – bevorzugt per E-Mail oder telefonisch ab 17:00. Art und Umfang der angestrebten Unterstützung sind im Überblick beschrieben.
Uwe Heizmann M.A. mult.
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